Denkmalgeschütztes Bauernhaus Pfronten

Das denkmalgeschützte Anwesen in Pfronten (Allgäu) wurde im Jahr 1704 errichtet und zählt zu den historisch bedeutenden Gebäuden des Ortsteils Dorf (Gschön). Ursprünglich diente das Gebäude als Bauernhaus mit angeschlossener Wasserschmiede. Die über ein Wasserrad betriebene Anlage nutzte die Kraft der umliegenden Gewässer und war Teil der traditionellen handwerklichen Infrastruktur des Pfrontener Tals.

Historisch wird das Gebäude als ehemalige Pfannenschmiede beschrieben und dokumentiert damit die enge Verbindung von Wohnen, Landwirtschaft und wassergetriebenem Handwerk im vorindustriellen Allgäu.

Ziel des Projekts ist die denkmalgerechte Nutzungsänderung, sowie die umfassende bauliche und technische Sanierung der historischen Substanz. Der Bestand wird behutsam weiterentwickelt und in ein zeitgemäßes Nutzungskonzept überführt, das die Geschichte des Ortes weiterhin ablesbar macht.

Im ehemaligen Scheunenteil wird zusätzlicher Wohnraum geschaffen. Ergänzend entstehen hier Ferienwohnungen, die eine zeitgemäße, touristische Nutzung des historischen Ensembles ermöglichen. Darüber hinaus wird ein Seminarbereich für pädagogische und bildende Nutzungen integriert, der das Gebäude künftig auch als Ort des Lernens, des Austauschs und der kulturellen Vermittlung qualifiziert.

Die Planung verbindet denkmalpflegerische mit modernen Anforderungen an Komfort, Energieeffizienz und nachhaltige Nutzung. Charakteristische Bauteile und historische Strukturen werden erhalten, restauriert und sensibel mit neuen Elementen ergänzt.

So entsteht ein vielseitig genutztes Ensemble, das Wohnen, Arbeiten und Bildung unter einem Dach vereint und die historische Identität des Gebäudes als ehemalige Wasserschmiede und Bauernhaus in die Gegenwart überführt.

Status: Dachsanierung fertiggestellt / in Planung / Im Bau